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Unsere KI-Grundprinzipien - Nr. 1: Diskriminierungsfreiheit

Vom 18.03.2019

Wir setzen uns dafür ein, dass Künstliche Intelligenz alle Menschen fair behandelt

Künstliche Intelligenz wird künftig mit darüber entscheiden, welcher Bewerber den Job bekommt – und welcher Antragsteller den Kredit. Doch so logisch und korrekt KI-Analysen auf den ersten Blick scheinen: sie sind es nicht. Eine KI mit Daten zu trainieren, ist kein neutraler, wertfreier Prozess. KI kann nicht reflektieren, was sie gerade tut. Sie hat keine Moral. Künstliche Intelligenz kann nur Muster und Strukturen in Daten erkennen.

Wenn KI für die Bewerberauswahl Daten auswertet, wer in der Wirtschaft besonders erfolgreich ist, wird sie feststellen, dass es hauptsächlich weiße Männer in Vorstände geschafft haben – und Bewerbungen von Frauen oder Migranten vielleicht schlechter beurteilen. Oder Männern bevorzugt Kredite geben, weil sie gelernt hat, dass Männer im Schnitt höhere Einkommen haben. Die Datenbasis für das Training muss ausreichend breit und divers sein. Für Schlagzeilen sorgte eine KI, die erkennt, was auf Fotos zu sehen ist und dunkelhäutige Menschen als Gorillas einstufte – weil sie fast nur mit Fotos von weißen Menschen trainiert worden war. Das sind „unconscious bias“, also „unbewusste Verzerrungen“. Wir bei Microsoft arbeiten daran, dass es keine Diskriminierung durch Künstliche Intelligenz gibt und KI jeden Menschen fair behandelt. Entwickler müssen dafür sensibilisiert werden, wie (menschliche) Vorurteile in KI Eingang finden. Und Entwicklerteams sollten selbst die Vielfalt der Welt widerspiegeln, in der wir leben.

Microsoft hat sich sechs Prinzipien für einen ethischen und verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz gegeben. In unserer „Ethik&KI-Woche“ stellen wir jeden Tag eines davon vor. Der KI-Expertenrat von Microsoft diskutiert kommende Woche über Ethik der Künstlichen Intelligenz. Die Grundsätze und wie sie in unsere tägliche Arbeit einfließen, hat Microsoft-Präsident Brad Smith in seinem Buch „Future Computed“ beschrieben. Diskutiert mit uns in den sozialen Netzwerken unter #digitalfueralle.

Informationen zur Autorin

Tanja Böhm

Managing Director Corporate Affairs | Leiterin Microsoft Berlin

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