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Der Schlüssel für mehr Frauen in MINT-Berufen

Vom 01.12.2017

Wer kennt sie nicht die alten Vorurteile: Programmierer seien Nerds, Mathematiker wenig kreativ und Naturwissenschaftler gehen zum Lachen in den Keller. Diese Vorurteile kann man getrost vergessen – besonders wenn es um Programmiererinnen, Mathematikerinnen und Naturwissenschaftlerinnen geht. Fakt ist, insgesamt ergreifen immer noch viel zu wenig weibliche Schulabsolventen ein MINT-Studium oder einen MINT-Beruf. Derzeit sind nur 30 Prozent der in Europa beschäftigten IT-Fachkräfte weiblich. Aber mit Mangel an Kreativität hat das nichts zu tun, wie eine aktuelle europaweite Studie von KRC Research im Auftrag von Microsoft zeigt. Das Kernergebnis lautet: Je kreativer Mädchen und junge Frauen sind, desto eher interessieren sie sich in Schule und Hochschule für MINT-Fächer – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Die europäischen Bildungsforscher befragten dazu 11.500 Mädchen und jungen Frauen im Alter von 11 bis 30 Jahren. Sie kommen zum Schluss, dass sich die befragten Frauen immer dann eine Karriere in MINT-Berufen vorstellen konnten, wenn sie sich selbst als besonders kreativ einschätzen. Jede zweite Befragte, die eine Beschäftigung in einem MINT-Beruf anstrebt, empfindet sich selbst als „sehr“ oder sogar „extrem kreativ“ (50,3 Prozent). Bei den anderen Befragten liegt der Anteil deutlich darunter (45,4 Prozent).

Die Ergebnisse sind wichtig: Sie bilden den zweiten Teil der europaweit durchgeführten Studie „The When & Why of STEM Gender Gap“, die sich mit der Frage beschäftigt, warum so wenige Mädchen und Frauen Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik haben. Die Autoren sehen die wichtigsten Gründe für das abnehmende Interesse junger Frauen im Fehlen weiblicher Rollenvorbilder sowie in der vermeintlich mangelnden Kreativität, die der Arbeit in MINT-Berufen zugeschrieben wird.

Kreativität fördern - Coden ist genauso aufregend wie das Schreiben eines Romans

Es ist wichtig, das wir das vorhandene Interesse junger Mädchen an Mathematik, Physik oder Informatik besser fördern – und zwar von Bildungseinrichtungen, von Politik und Wirtschaft. Wir müssen viel stärker als bisher verdeutlichen, wie kreativ Coden ist. Ein Programmierer erschafft heute mit Zahlen-Codes Apps, neue Computerspiele oder Anwendungen mit denen Maschinen gesteuert werden. All das ist aufregend und kreativ – für mich fast genauso aufregend, als wenn ein Autor mit Wörtern einen neuen Roman schreibt.

Microsoft zeigt auf Computer Science Education Week wie kreativ Coden ist

Gemäß der ersten europäischen MINT-Studie lässt das Interesse junger Mädchen an mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern im Alter von 15 Jahren an signifikant nach. Die beiden wichtigsten Gründe für das abnehmende Interesse sind das Fehlen weiblicher Vorbilder sowie die vermeintlich mangelnde Kreativität der Arbeit in MINT-Bereichen. Daher engagiert sich Microsoft hierzulande, um Mädchen, aber nicht nur sie, sondern Kinder und Jugendliche insgesamt – vom Programmieren zu begeistern. Bei der in der jetzt weltweit stattfindenden Computer Science Education Week (CSEdWeek) stellen wir den kreativen Anteil in der IT bewusst in den Vordergrund und richten in Berlin an unseren anderen Standorten mit der die Microsoft-Initiative Code your Life eine komplette Woche rund ums Thema Coding aus.

 

 

Informationen zur Autorin

Isabel Richter

Communications Manager | PR Lead Microsoft Berlin

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