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Jobmotor Künstliche Intelligenz?

Vom 30.11.2018

Jedes zweite Unternehmen hat eine Qualifizierungslücke. Sind die Digitalisierung und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) daran Schuld? Oder ist es genau umgekehrt: Bieten digitale Technologien die Chance, diese Lücke zu schließen? Wie wird sich der Arbeitsmarkt der Zukunft unter dem Einfluss Künstlicher Intelligenz entwickeln?

Unter dem Motto „Future of Work EXPLAINED – Jobmotor KI und die Skills von morgen“ haben wir am Dienstag mit über 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu genau dieser Fragestellung diskutiert und spannende Expertenvorträge über den Arbeitsmarkt und das Skillset der Zukunft gehört.

Mit der Digitalisierung wird Lernen zur Lebensaufgabe. Die Forderung nach lebenslangem Lernen darf keine leere Worthülse bleiben, sondern muss ab sofort durch massive Investitionen in Qualifizierung für alle Altersstufen unterstützt werden.

Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung Microsoft Deutschland

Microsoft Deutschland-Chefin Sabine Bendiek sprach in ihrer Eröffnungskeynote darüber, dass die digitale Qualifizierung von Beschäftigen zunehmend zum Wettbewerbsfaktor wird und verkündete, dass Microsoft Unternehmen und Arbeitnehmer mit einer breit angelegten Qualifizierungsinitiative auf dem Weg in die digitale Zukunft unterstützen wird. Hier finden Sie alle Informationen zu unserer Initiative.

Eine Organisation, in der es bereits gelungen sei, diese Qualifizierungslücke zu schließen, sei laut Heike Zierden die Denkfabrik Digitale Arbeitswelten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, dessen Leitung sie Inne hat: Eine offene Arbeitsfläche, agile Teams und eine inklusive Digitalpolitik seien Ziele der neu eingerichteten Denkfabrik.

Um Digitalisierung für Inklusion – und vor allem Integration – ging es auch in dem inspirierenden Vortrag von Anne Kjaer Riechert, Co-Founder und CEO der ReDi School of Digital Integration. Die Einblicke in die Arbeit der ReDi School machten deutlich, wie enorm wichtig digitale Fähigkeiten für die Chancengleichheit in unserer digitalisierten Welt sind. Aber:

Es gibt einige Grenzen, die Maschinen nie überschreiten können werden, darunter ist Empathie. Denn simulierte Empathie ist keine Empathie.

Thomas Ramge, Autor und Journalist brand eins

Empathie als Kern des menschlichen Wesens war nicht nur zentrales Thema des Vortrags von Thomas Ramge, der in vielen Bereichen ein großer Befürworter von Technologien wie Künstlicher Intelligenz ist, sondern wurde auch von Raffaela Rein, CEO Career Foundry, und Lasse Kroll, Co-Founder Cuckoo, stark thematisiert. Die Gründer gaben spannende Einblicke in die Bereiche „New Work“ und die Zukunft des Arbeitsmarkts und ließen uns an ihren Überlegungen zum Skillset der Zukunft teilhaben.

50 Prozent der Menschen haben Angst vor Entmündigung durch KI. Dabei wird oft vergessen, dass die Technologie von uns Menschen gemacht wird.

Oliver Suchy, Leiter Digitale Arbeitswelten des DGB-Bundesvorstands

Und diese von Menschen gemachte Technologie kann, wenn es nach Iskender Dirik, Managing Director von Microsoft ScaleUp Berlin (Link), geht „uns super smarte Systeme an die Hand geben, uns helfen bessere Entscheidungen zu treffen, kreativer zu sein und: KI wird uns helfen menschlicher zu sein.“

Markus Hägele, Head of Digital Life der Daimler AG, schloss die Konferenz mit den Worten: „Wir stellen immer den Menschen als Ganzes in den Mittelpunkt“ Dem können wir uns nur anschließen. Der Blick auf den Arbeitsmarkt der Zukunft bleibt spannend. Wir haben in vielen Vorträgen der Konferenz gehört, dass neue Technologien uns das Leben in vielen Bereichen erleichtern und uns vernetzter, ortsunabhängiger und flexibler arbeiten lassen werden. Aber gewisse menschliche Fähigkeiten werden Maschinen nie ersetzen können. Daher kann der Arbeitsmarkt der Zukunft nur mit einem perfekten Team aus Mensch und Maschine funktionieren.

 

Informationen zum Autor

Christoph Seitz

Corporate Affairs Manager | Leitung Programm und Betrieb Microsoft Berlin

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