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KI in der Medizin: Ein gesellschaftlicher Mehrwert für uns alle

Vom 31.07.2018

Die Explosion der Daten, der unglaubliche Fortschritte in der Computerbiologie, der Genomik und der medizinischen Bildgebung haben riesige Datenmengen geschaffen, dessen Auswertung weit über die Fähigkeit des Menschen hinausgeht.

Lernfähige Systeme, die auf Künstlicher Intelligenz beruhen, werden immer häufiger in der Medizin eingesetzt und unterstützen Ärzte dort, wo der Computer den menschlichen Fähigkeiten überlegen ist: Bei der Auswertung von großen Datenmengen und dem Erkennen von Mustern. So haben etwa Fachleute in Oxford eine KI entwickelt, die Risiken von Herzinfarkten akkurater diagnostizieren soll. Das System könne Details in den Herzfrequenz-Scans erkennen, die menschliche Ärzte nicht festzustellen vermögen.

Um die Innovationen im Gesundheitswesen durch KI und Cloud Computing zu beschleunigen, hat Microsoft letztes Jahr die Initiative Healthcare NExT ins Leben gerufen. Indem wir Seite an Seite mit den Pionieren des Gesundheitswesens arbeiten, bringen wir Microsofts Fähigkeiten und Technologien in bahnbrechender Forschung und Produktentwicklung ein, um Gesundheitsdienstleistern, Biotech-Unternehmen und Organisationen auf der ganzen Welt dabei zu helfen, Künstliche Intelligenz (KI) und die Cloud sinnvoll zu nutzen. Denn die Gesundheitsbranche ist eine Industrie, die uns alle berührt. Wir alle wollen ein gesundes Leben führen - das Potential von KI kann uns dabei helfen Krankheiten frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen.

Was für einen großen Beitrag moderne Technologien in der Gesundheitsversorgung und der Chirurgie bereits heute leisten, können Besucher aus Politik, Verwaltung oder Wirtschaft ab sofort in unserem Haus erleben. In diesem Artikel stellen wir Ihnen drei interessante Beispiele vor.

Microsoft Genomics: Grundlagen für eine präzisierte Gesundheitsversorgung schaffen

Mit Microsoft Genomics können schon heute individuelle Gesundheitsbehandlungen für Patienten mithilfe der Hochleistungs-Cloudinfrastruktur erarbeitet werden.

Auf den Microsoft-Genomics-Dienst können Forscher und Krankenhäuser über Microsoft Azure zugreifen. Die KI wird verwendet, um die riesigen Mengen an genomischen Daten zu durchsuchen, die der Mensch niemals allein kategorisieren könnte. Je mehr Genom-Daten die Forscher abrufen und analysieren, desto präziser können sie die Komplexität der Biologie auseinandernehmen und Fortschritte bei der Heilung von Krankheiten, wie beispielsweise Krebs, erzielen.

In Zusammenarbeit mit dem St. Jude Children’s Research Hospital bietet Microsoft bereits Cloud-basierte genomische Verarbeitungsdienste an, die den Forschern des Krankenhauses helfen, genetische Muster zu erkennen um damit Krankheitsbilder präziser zu behandeln.

Mobile Retter: Fünf Minuten, die Leben retten können

Vernetzung ist auch entscheidend, wenn es schnell gehen muss. Jährlich erleiden etwa 75.000 Menschen in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand, lediglich rund 5.000 können derzeit erfolgreich reanimiert werden. Im Schnitt braucht der Rettungsdienst neun Minuten bis zum Eintreffen am Notfallort. Das ist oft zu spät.

Der Verein Mobile Retter e.V. hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Zeitspanne bis zur Einleitung von lebensrettenden Sofortmaßnahmen bei Herz-Kreislauf-Stillständen zu reduzieren. Dabei setzt der Verein auf ein wachsendes Netzwerk ehrenamtlicher Rettungskräfte wie Ärzte, Feuerwehrleute, Krankenschwestern und Rettungssanitäter – und auf eine App, die diese Mobilen Retter ortet, alarmiert und schnellstmöglich zum Notfallort navigiert. Das Fundament der App bildet eine Lösung aus Microsoft Dynamics CRM Online, Office 365 und Microsoft SharePoint.

Virtual Surgery Intelligence: In den Kopf der Menschen schauen

Für Chirurgen hat das Unternehmen apoQlar die Software Virtual Surgery Intelligence (VSI) entwickelt. Die Software basiert auf Mixed Reality und ist in der Lage, Patientenbilder aus dem MRT und CT Scan auf Microsoft HoloLens holographisch darzustellen. Ärzte können VSI vor einer anstehenden Operation nutzen, um das Krankheitsbild der Patienten zu analysieren und den Verlauf der Operation im Vorfeld zu planen. Die Veranschaulichung hilft den Fachärzten dabei, sich noch intensiver auf den anstehenden Eingriff vorzubereiten und ermöglicht gleichzeitig eine bessere Aufklärung der Patienten.

Auch während der Operation unterstützt VSI mit Microsoft HoloLens: Chirurgen können so die anatomischen Gegebenheiten präziser einschätzen und finden schneller die zu operierende Stelle. Zudem kann sich bei Bedarf der Chirurg sogar mit einem anderen Experten per Live-Übertragung austauschen. Ebenso kann VSI nach Operationen für Schulungszwecke eingesetzt werden.

Informationen zum Autor

Christoph Seitz

Corporate Affairs Manager | Leitung Programm und Betrieb Microsoft Berlin

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