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Mit der Digitalisierung wird Lernen zur Lebensaufgabe

Vom 21.11.2018

Unser Bildungssystem ist heute vorwiegend auf junge Menschen ausgerichtet. 2016 wurden in Deutschland über 280 Milliarden Euro für Bildung, Forschung und Wissenschaft ausgegeben. Davon flossen nur rund 15 Milliarden in die betriebliche Weiterbildung, in Volkshochschulen, Bildungseinrichtungen der Kammern und in die Lehrerfortbildung. Sprich: Von den reinen Bildungsausgaben werden demnach etwa 90 Prozent für die ersten 25 Lebensjahren ausgegeben.

Mit der Digitalisierung wird Lernen zur Lebensaufgabe. Anders als früher werden die Weichen nicht mehr nur in der Schule gestellt, sondern während eines immer längeren Arbeitslebens wieder und wieder aufs Neue. Laut Bundesarbeitsministerium werden bis 2025 durch Automatisierung und den Einsatz Künstlicher Intelligenz rund 1,6 Millionen herkömmliche Arbeitsplätze in Deutschland verschwinden, gleichzeitig entstehen etwa 2,3 Millionen neue Jobs. Unter dem Strich also eine positive Bilanz – wenn es uns gelingt die Arbeitnehmer auf diesen gewaltigen „Jobshift“ vorzubereiten, ohne Gruppen auszugrenzen.

Bildung war schon immer ein zentraler Wohlstandsfaktor. Laut Bildungsbericht 2018 liegt allein die fiskalische Bildungsrendite,  – also die steuerlichen Mehreinnahmen durch bessere Bildung – bei über fünf Prozent.  Die individuellen Bildungsrenditen bezogen auf das Bruttoeinkommen erreichen Werte von über zehn Prozent. Investitionen in Bildung zahlen sich also aus - sowohl für jeden einzelnen als auch für die gesamte Volkswirtschaft. Und das gilt umso mehr, je stärker der Wandel zur Wissensgesellschaft voranschreitet.

Welche Skills und Qualifikationen verlangt die Arbeitswelt der Zukunft?

Um den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu sichern, müssen wir nicht nur die künstliche, sondern auch die menschliche Intelligenz stärker fördern. Zum Beispiel indem wir uns in der Schule stärker auf Kreativität und Kommunikation, soziale Interaktion und Problemlösungskompetenz statt auf die reine Wissensvermittlung konzentrieren. In jungen Jahren sollte allerdings zunächst die Fähigkeit zu lernen im Vordergrund stehen, denn wer das nie gelernt hat, wird sehr wahrscheinlich am „lebenslangen Lernen“ scheitern.  Idealerweise würden schon die nächste Generation von Schülern die Schule mit einem Zeugnis verlassen, das ihr die „die Reife zum lebenslangen Lernen“ bescheinigt.

Darüber, welche Skills und Qualifikationen die Arbeitswelt der Zukunft verlangt, und wie wir sie am besten erwerben können, sprechen wir am 27. November auch bei unserer nächsten Digitalkonferenz EXPLAINED bei Microsoft Berlin. In spannenden Kurzvorträgen und Diskussionen beleuchten wir auf der „EXPLAINED: Future of Work - Jobmotor KI und die Skills von morgen“ die globalen Entwicklungen, die den Wandel der Arbeitswelt vorantreiben. Wir diskutieren die Frage, wie sich Arbeit im Digitalzeitalter organisiert und widmen uns den Fähigkeiten, die  heute erlernen werden müssen, um für die Digitalberufe von morgen und das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz gerüstet zu sein.

Die komplette Agenda und die Möglichkeit zu Anmeldung finden Sie hier.

Informationen zur Autorin

Tanja Böhm

Managing Director Corporate Affairs | Leiterin Microsoft Berlin

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