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Warum Microsoft auf der Didacta ist? Aus Verantwortung!

Vom 19.02.2018

Am 20.2. öffnet in diesem Jahr die Bildungsmesse didacta ihre Tore. Wie in den vergangenen Jahren, ist Microsoft auch in diesem Jahr auf der didacta vertreten. Und nicht selten werden wir gefragt, warum ein Technologiekonzern wie Microsoft dort überhaupt präsent ist. Oftmals werden uns dann rein wirtschaftliche Interessen unterstellt. Dabei ist der Einsatz von Computern und das Vermitteln von Technologiekenntnissen in der Schule für uns nicht bloß eine Frage des wirtschaftlichen Potenzials. Vielmehr geht es um Verantwortung.

Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung in der Berufswelt und in der Gesellschaft stehen doch insbesondere IT-Unternehmen in der Pflicht die junge Generation auf die Anforderungen der Zukunft vorzubereiten. Hierzu gehört sicherlich der kompetente Umgang mit Computern aber auch das Verständnis für Algorithmen, Datensicherheit und ein ausgeprägtes Beurteilungsvermögen im digitalen Raum. Man denke nur an die Problematik von Fake News.

Aus vielen Studien geht hervor, dass Deutschland bei der Bildung lediglich im Mittelfeld liegt. Auch in der Lehrerausbildung hat Deutschland Nachholbedarf. Ein Grund dafür ist, dass die Nutzung von Computern nicht in den Unterricht eingebettet ist, sondern oftmals noch immer in separaten dunklen Computerräumen am Ende des Flurs stattfindet. Würden die Geräte beispielsweise im Klassenzimmer selbst zur Verfügung stehen oder die Schüler gar ihre eigenen Geräte mitbringen dürfen, wie zum Beispiel in Dänemark oder Kanada, würden sie nachweislich aufgrund flexiblerer Einsatzmöglichkeiten häufiger genutzt.

Regelmäßig werden die Ausstattung und das fehlende Internet in Schulen bemängelt. Das ist natürlich ein offensichtliches Problem, um neuste und spannende Technologie zum Einsatz zu bringen. Letztendlich geht es aber auch um eine Haltungs- und Prioritätenfrage. Schulleitungen spielen dabei eine ganz entscheidende Rolle, denn sie müssen die Rahmenbedingungen für ein „Digitalklima“ in der Schule schaffen. Sie sollten zum Beispiel den Lehrkräften Freiräume gewähren, wenn diese im Bereich der digitalen Bildung etwas Neues ausprobieren möchten oder Konzepte wie „bring your own device“ ausprobieren, um das Hardware Problem zu umgehen.

Neben der Ausstattung gilt das Augenmerk aber auch den Lehrerinnen und Lehrern. Sie sind gegenüber digitalen Medien und ihrem Mehrwert zwar generell positiv eingestellt, aber eben nicht im gleichen Ausmaß, wie es die Lehrkräfte in vielen anderen Ländern sind. Hierzulande überwiegt bei den Lehrkräften häufig die Skepsis. Das mag auch daran liegen, dass digitale Medien weder in der Erstausbildung an der Universität noch bei der Weiterqualifizierung obligatorisch sind und die Lehrkräfte den Einsatz häufig nicht gelernt haben. Auch dies ist eine Frage der Verantwortung.

Auf der didacta zeigen wir dieses Jahr zum Beispiel digitale Lern- und Lehrmittel für das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung – so genannte Accessibility Learning Tools. Technologie kann Lehrer entlasten und Lernende mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten individuell fördern. Digitalisierung nimmt so die Rolle eines Wegbereiters für eine integrierte Gesellschaft ein, die von den Fähigkeiten und Möglichkeiten jedes Einzelnen lebt. Sie bietet uns eine großartige Chance, in der Bildung mehr Chancengleichheit und die Teilhabe aller zu erreichen.

Informationen zur Autorin

Astrid Aupperle

Leiterin Gesellschaftliches Engagement

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