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Was bringt die FUTUREwork 2019?

Vom 13.06.2019

1.     Die Zukunft der Arbeit ist ein Mega-Thema. Im politischen Berlin vergeht keine Woche, in der nicht mindestens eine Veranstaltung dazu stattfindet. Wofür braucht es da mit der FUTUREwork noch eine weitere?

Kampeter: Wir diskutieren hier im politischen Berlin viel zu oft in einer Blase, die mit der Realität in den Unternehmen im Land nicht allzu viel zu tun hat. Das wollen wir mit der FUTUREwork ändern. Wir bringen deshalb Entscheider aus traditionellen Unternehmen, aber auch der Tech- und Startup-Szene mit Wissenschaftlern und Politikern zusammen, um darüber zu sprechen wie wir die Chancen der Digitalisierung der Arbeitswelt konkret in den Unternehmen nutzen können. Das ist schon ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal.

Bendiek: Den Wandel der Arbeitswelt zu gestalten ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Das Bundesarbeitsministerium schätzt, dass durch Automatisierung und KI und bis 2025 rund 1,6 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland verschwinden werden. Gleichzeitig entstehen etwa 2,3 Millionen neue, hochqualifizierte Jobs. Unter dem Strich eine positive Bilanz – wenn es gelingt, die Menschen rechtzeitig auf die neuen Aufgaben vorbereiten. Dafür brauchen wir nicht nur massive Investitionen in Qualifizierung, wir brauchen vor allem auch ganz neue Ideen und Konzepte. Welche Kompetenzen werden im KI-Zeitalter wirklich wichtig? Wie schaffen wir echte Anreize zur Weiterbildung? Wie verankern wir das Lernen in der Unternehmenskultur? Und welche Technologien helfen uns wirklich beim Lernen? Auf der FUTUREwork wollen wir gemeinsam mit Praktikern und Entscheidern aus den unterschiedlichsten Branchen und Bereichen Antworten auf diese Fragen suchen.

2.     Was erwartet die Besucher denn konkret auf der FUTUREwork?

Kampeter: Am Vormittag wird die Veranstaltung von einer Reihe hochrangiger Keynote Speaker eröffnet. Ganz besonders freue ich mich dabei auf den ehemaligen Schachweltmeister Garry Kasparov, der ja am eigenen Leib erfahren hat, was es bedeutet von einer Künstlichen Intelligenz überholt zu werden. Und er hat als Konsequenz die richtige Frage gestellt: Wie können wir KI als Chance nutzen, um durch die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine noch bessere Ergebnisse zu erzielen?

Am Nachmittag wird die FUTUREwork dann zu einem Festival zur Zukunft der Arbeitswelt. Auf drei Bühnen warten Panels, Vorträge und Workshops auf die Besucher – da ist thematisch von New Work Culture über digitale Kompetenzen bis zu den politischen Herausforderungen alles dabei.  Und in unserer Convention können die Besucher bei den vielen Ausstellern den Arbeitsplatz der Zukunft selbst erleben und ausprobieren.

3.     Und was erwarten Sie persönlich von der FUTUREwork?

Bendiek: Vor allem ganz viel Inspiration und neue Impulse aus der Praxis. Ich bin sicher, dass in deutschen Unternehmen schon viele spannende Ideen und innovative Ansätze vorhanden sind. Die wollen wir mit der FUTUREwork sichtbar machen, weitertragen und gemeinsam weiterentwickeln. Denn der Wandel der Arbeitswelt geht uns alle an - und kann von niemandem allein bewältigt werden. Damit die Digitalisierung gelingt, brauchen wir ein echtes Umdenken - bei den Entscheidern in den Unternehmen, bei den Bildungsverantwortlichen und nicht zuletzt bei den Beschäftigten selbst. Ich hoffe, dass die FUTUREwork diesen Wandel in den Köpfen ein gutes Stück voranbringt.

4.     Die FUTUREwork wird gemeinsam von BDA und Microsoft veranstaltet – nicht unbedingt die naheliegendste Kombination. Wie passt das zusammen?

Bendiek: Unser Engagement für die FUTUREwork ist Teil einer umfassenden Qualifizierungsinitiative, mit Microsoft Unternehmen wie Beschäftigte bei der digitalen Transformation unterstützt. Denn wir wollen, dass möglichst alle Menschen von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren und übernehmen Verantwortung für die gesellschaftlichen Veränderungen, die wir mit unseren Technologien anstoßen. Allerdings sind wir auch davon überzeugt, dass im KI-Zeitalter die Zeit der Alleingänge endgültig vorbei ist. Nur wenn viele starke Akteure gemeinsam aktiv werden, machen wir die digitale Transformation zu einer echten Erfolgsstory.

Kampeter: Als Spitzenverband der deutschen Wirtschaft ist die BDA eine der ersten Ansprechpartner, wenn es um die Zukunft der Arbeitswelt geht – für die Politik, aber eben auch für viele Unternehmen. Und Microsoft ist eines der größten Digitalunternehmen der Welt. Ich finde, da kommt ziemlich viel Kompetenz zusammen. Und deshalb macht eine Zusammenarbeit bei diesem Thema auch viel Sinn.

5.     Die FUTUREwork findet auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg statt. Warum haben Sie sich gerade für diese Location entschieden?

Kampeter: Der EUREF-Campus ist eine einmalige Location in Berlin, vielleicht sogar in ganz Deutschland. Hier kommen größere Unternehmen, Startups und Wissenschaftler zusammen, um an Lösungen für die Mega-Themen unserer Zeit zu arbeiten: Energie, Mobilität und Digitalisierung. Ich kann mir ehrlich gesagt keinen besseren Ort für die FUTUREwork vorstellen.

Einige der auf dem Campus ansässigen Startups werden übrigens während der FUTUREwork ihre Türen für die Besucher öffnen, um ihre Produkte und innovativen Ideen vorzustellen. Darauf bin ich auch persönlich schon sehr gespannt.

6.     Zum Abschluss: warum sollten sich unsere Leser unbedingt für die FUTUREwork anmelden?

Kampeter: Ich versuche es mal bescheiden: weil es die spannendste und vielfältigste Veranstaltung zu dem Thema in Berlin ist – ganz einfach.

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