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Wie nachhaltig ist Künstliche Intelligenz?

Vom 29.10.2018

Um es vorwegzunehmen: Künstliche Intelligenz (KI) ist die Zukunftstechnologie, die uns dabei helfen kann, die großen gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Aber zugegebenermaßen ist die Verbindung von KI und unseren globalen Umweltproblemen für viele noch neu. Daher habe ich mich umso mehr gefreut, vor Kurzem beim ersten nationalen Wasserforum des Bundesumweltministeriums über die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz für Ökologie, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sprechen zu dürfen.

Klimawandel, Wasserknappheit, Artensterben – und das sind nur einige der größten Herausforderungen unserer Zeit. Um diesen zu begegnen, hat Microsoft das Programm „AI for Earth“ ins Leben gerufen, das Teil unserer „AI for Good“-Initiative ist. Im Rahmen des Programms werden wir in den kommenden fünf Jahren 50 Millionen Dollar investieren und wollen uns dabei auf die folgenden vier Bereiche konzentrieren.

AI for Earth: Schwerpunkte

Landwirtschaft. Menschen müssen essen. Um die schnell wachsende Bevölkerung der Welt ernähren zu können, müssen Landwirte immer mehr Nahrungsmittel auf immer weniger Ackerland und unter strenger Beachtung der Umweltauswirkungen produzieren. Künstliche Intelligenz kann ihnen dabei helfen, die Gesundheit ihrer Farmen in Echtzeit zu überwachen.

Wasser. Wir brauchen Wasser, um zu überleben. Die Herausforderungen, vor denen wir bei der Verfügbarkeit von Wasser und dem Zugang zu sauberem Trinkwasser stehen, sind enorm. KI kann dabei helfen, die Wasserversorgung der Erde zu modellieren, besser zu verstehen und so die Frischwasserversorgung und -verteilung sicherstellen.

Biodiversität. Wir müssen das Aussterben von Arten verlangsamen, was aktuell in einem alarmierenden Tempo geschieht. Das Bienen- und Insektensterben ist nur ein Beispiel dafür, wie elementar Lebewesen für das gesamte Ökosystem sind. KI kann Menschen dabei helfen, die Entdeckung, die Überwachung und den Schutz der Biodiversität auf unserem Planeten zu verbessern.

Klimawandel. Extreme Wetterereignisse, der steigende Meeresspiegel und höhere globale Temperaturen stellen eine große Bedrohung dar. KI kann uns mit genaueren Klimaprognosen helfen, mögliche Auswirkungen besser abzuschätzen und darauf reagieren zu können.

FarmBeats

Ein konkretes Beispiel wo Künstliche Intelligenz bereits jetzt zum Einsatz kommt, ist das Projekt „FarmBeats“. Schätzungen zufolge übersteigt bis zum Jahr 2050 die Nachfrage nach Nahrungsmitteln die Produktion um mehr als 70 Prozent. Landwirte benötigen Zugang zu besseren Daten über ihr Land, um so ihre Effizienz und ihren Ertrag maximieren und gleichzeitig die Umweltbelastung reduzieren zu können.

In dem Projekt „FarmBeats“ werden unterschiedliche Daten in Relation zueinander gemessen und ausgewertet. Sensoren, die die Feuchtigkeit und Bodenqualität messen, sind teuer, insbesondere wenn sie flächendeckend verteilt werden. Deshalb kombiniert Farm-Beats Sensordaten mit klassischer Bilderkennung, die durch Drohnen wesentlich kostengünstiger ist. Mithilfe von Algorithmen zum maschinellen Lernen können so die Bodenqualität und die Feuchtigkeit anhand von Bilddaten bestimmt werden.

Das Projekt „FarmBeats“ ist für mich ein schönes Beispiel wie durch die Verknüpfung verschiedener Datenpunkte bereits äußerst hilfreiche Erkenntnisse gewonnen werden können und eine Branche, die lange Zeit ohne Technologie wie Künstliche Intelligenz auskam – ganz neue Möglichkeiten zu eröffnen und die Arbeit effektiver zu gestalten.

Hier können Sie alles über die zwei weiteren Säulen unserer „AI for Good“-Initiative lesen: „AI for Humanitarian Action“ und „AI for Accessibility“.

Hier finden Sie weitere Informationen und Eindrücke des ersten nationalen Wasserforums des Bundesumweltministeriums.

Informationen zur Autorin

Tanja Böhm

Managing Director Corporate Affairs | Leiterin Microsoft Berlin

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