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Corporate Digital Responsibility bei Microsoft

Verantwortung

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Lust auf Zukunft - Digitale Chancen für die Gesellschaft

Bildung und Sprache

Wir bei Microsoft sind davon überzeugt, dass Bildung ein Grundrecht und der Weg zu mehr Chancengerechtigkeit ist. Sprache und Bildung sind eng miteinander verbunden. Nur wer die Sprache beherrscht, kann erfolgreich lernen, berufliche Chancen nutzen und aktiv am gesellschaftlichen und politischen Leben teilhaben.

Mindestens 700 Wörter sollten Kinder in Deutschland am Ende ihrer Grundschulzeit beherrschen. Doch viele haben große Schwierigkeiten, dieses Ziel zu erreichen, weil sie mit ungenügendem sprachlichem Rüstzeug in die Grundschule starten.

Laut Berliner Sprachstandserhebung QuaSta fehlt vielen Vorschulkinderndie sprachliche Grundkompetenz, um ohne Verständigungsprobleme oder Frustration die schulischen Herausforderungen bewältigen zu können, 17 Prozent der Vorschulkinder waren sogar auf gezielte Sprachförderung angewiesen.

Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache

Schon seit 2003 trägt Microsoft mit der Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ dazu bei, sprachliche Defizite abzubauen, um möglichst vielen Kindern in Deutschland einen erfolgreichen Start in der Schule zu ermöglichen. Im Zentrum der Initiative steht eine Sprachlernsoftware für Kinder zwischen fünf und sieben Jahren. Heute arbeiten bereits 15.000 Kindergärten und Schulen mit der vielfach ausgezeichneten Lernsoftware.

ReDI School Infografik

Microsoft unterstützt die ReDI School of Digital Integration

Die ReDI School wurde 2016 in Berlin gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Flüchtlingen und Migranten IT-Kenntnisse zu vermitteln und ihnen so den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Mitarbeiter von Microsoft engagieren sich ehrenamtlich als Dozenten bei der ReDI School und stellen Räumlichkeiten und Technik für Kurse zur Verfügung.

Weitere Informationen zur ReDI School unter www.redi-school.org

Bildung und Coding

In einer Welt, die immer stärker durch digitale Technologien geprägt wird, ist digitale Kompetenz die entscheidende Voraussetzung für Bildung, beruflichen Erfolg und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Doch laut "International Computer and Information Literacy Study" (ICILS) liegen deutsche Schüler mit ihren Computer- und Internetkenntnissen im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld. Jeder dritte deutsche Schüler verfügt nur über rudimentäre Fertigkeiten im Umgang mit digitalen Technologien. Verharren sie auf diesem Niveau, werden sie es "voraussichtlich schwer haben, erfolgreich am privaten, beruflichen sowie gesellschaftlichen Leben des 21. Jahrhunderts teilzuhaben", so die Studie. Kinder, die aus schlechter gestellten Gesellschaftsschichten stammen, liegen mit ihren digitalen Kompetenzen deutlich unter dem deutschen Durchschnitt. Deutsche Lehrer nehmen wesentlich seltener an IT-Fortbildungen teil, als ihre Kollegen in anderen Ländern. Und in keinem anderen ICILS-Teilnehmerland setzen Lehrkräfte Computer so selten im Unterricht ein wie in Deutschland.

Mit der bundesweiten Bildungsinitiative Code your Life will Microsoft Lust auf Technik machen und Kinder schon ab dem Grundschulalter für das Programmieren begeistern. Bei Code your Life geht es nicht allein darum, Algorithmen zu schreiben, sondern auch um Abstraktionsfähigkeit, Problemlösungskompetenz und Teamarbeit. Code your Life will dazu beitragen, dass Kinder von „Technologiekonsumenten“ zu kreativen Produzenten und zu Gestaltern der digitalen Zukunft werden.

Rund 500 Lehrkräfte, Eltern, IT-Experten sind bereits zu CYL-Trainern ausgebildet worden, täglich besuchen bis zu 100 Nutzer unsere Online Akademie. Insgesamt erreicht Code your Life bis zu 120.000 Schülerinnen und Schüler pro Jahr.

Bildung und Coding Infografik

Die Code your Life-Botschafter über die Relevanz von digitaler Bildung für Schülerinnen und Schüler:

Engagement

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Ehrenamt

Über 30 Millionen Deutsche engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich (1). Mehr als eine halbe Million gemeinnützige Vereine gibt es hierzulande – angefangen vom Sportverein bis hin zu freiwilligen Feuerwehren. Selbst der Katastrophenschutz wird in Deutschland größtenteils von ehrenamtlichen Kräften gewährleistet.

Dabei sind die Anforderungen an das Informations-, Kommunikations- und Ressourcenmanagement bei vielen Vereinen und Hilfsorganisationen ebenso hoch wie bei großen Unternehmen, doch die strukturellen Rahmenbedingungen sind es vielfach (noch) nicht. Viele Non-Profit-Organisationen arbeiten mit veralteten Methoden und IT-Systemen.

Um die freiwillige Hilfe noch produktiver zu machen, unterstützt Microsoft das Ehrenamt seit langem mit Softwarespenden in erheblichem Umfang. Allein 2017 wurden moderne Cloud-Lösungen im Wert von 53 Millionen Euro an nahezu 8.000 gemeinnützige Organisationen in Deutschland gespendet (2).

Seit 2008 arbeitet Microsoft eng mit Stifter Helfen und deren Online-Portal für IT-Spenden zusammen. Über die „NGO-Helpline“ von Stifter Helfen unterstützen außerdem Microsoft-Mitarbeiter freiwillig gemeinnützige Organisationen beim Einsatz von Microsoft-Produkten.

Ehrenamt Infografik

Tech for Social Impact

Im Herbst 2017 hat Microsoft außerdem die „Tech for Social Impact“ Business Group gegründet. Sie ermöglicht gemeinnützigen Organisationen den Erwerb vergünstigter Hard- und Software von Microsoft und unterstützt mit Lehrmaterialien, um ihnen den Sprung in die digitale Welt zu erleichtern. Die erzielten Gewinne werden reinvestiert und fließen wiederum in die Unterstützung der NGOs.

Das Ehrenamt kann nur attraktiv bleiben, wenn es flexibles Helfen mit modernen Technologien ermöglicht. Mithilfe von Social Media können kleinere NPOs große Zielgruppen für ihr Anliegen mobilisieren. Und die Cloud ermöglicht Helfern neue Formen der vernetzten Zusammenarbeit. Davon profitieren sowohl größere Organisationen wie die Malteser mit ihren 48.000 Freiwilligen - aber auch jeder einzelne ehrenamtliche Helfer.

Digitale Technologien sorgen dafür, dass Hilfe schnell und effizient genau da ankommt, wo sie gerade gebraucht wird - wie der Tablet PC mit maßgeschneiderten Apps für den Notfalleinsatz, den Microsoft speziell für die Feuerwehr entworfen hat.

Female Shift

Zu digitaler Verantwortung zählt für uns als Technikkonzern, dass Diversität besonders mit fortschreitender Digitalisierung gefördert wird, damit alle Menschen die digitale Welt von morgen mitgestalten können.

Wir von Microsoft sehen als Teil dieser Diversitätsförderung das sogenannte „Female Empowerment“ und setzen gezielt auf eine systematische Frauenförderung durch Coachings, spezielle Mentoring-Programme, die Unterstützung von Frauennetzwerken und die Microsoft-Initiative „Women in Technology”.

An der Spitze von Microsoft Deutschland steht außerdem mit Sabine Bendiek seit Januar 2016 eine Frau als Vorsitzende der Geschäftsführung. Im internationalen Nachwuchsprogramm „MACH“ liegt der Frauenanteil bei 53 Prozent.

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Familie oder Karriere?

Familie oder Karriere? Nicht bei uns: Das Konzept des „Work-Life-Flow“ steht für eine individuelle, selbstbestimmte und familienfreundliche Gestaltung des Alltags mit fließenden Übergängen zwischen Arbeit und Privatem.

Die Basis dafür ist eine Vertrauenskultur, die seit 20 Jahren gewachsen ist: Schon 1998 wurde die Vertrauensarbeitszeit eingeführt. 2014 folgte die Betriebsvereinbarung über den Vertrauensarbeitsort, die fest in den Arbeitsverträgen verankert ist. Heute nutzen rund 90 Prozent der Mitarbeiter flexible Arbeitsmodelle und sind nicht täglich im Büro – arbeiten aber mit Kollegen, Partnern und Kunden auf der ganzen Welt zusammen.

Deutschlandweit liegt der Frauenanteil in Informatik- und anderen ITK-Berufen (Informations- und Kommunikationstechnik) bei nur 15,9 Prozent (Statistisches Jahrbuch 2017: Bundesagentur für Arbeit). Bei Microsoft Deutschland sind ein Drittel aller Neueinstellungen weiblich und wir streben eine stetige Verringerung des „Gender Gap“ an.

Microsoft bietet seinen Mitarbeitern weltweit erweiterte Family Leave Benefits an. Und nicht nur im eigenen Unternehmen, auch bei den Zulieferern von Microsoft in den USA setzen wir diese Strategie in Zukunft um.

Dabei besteht die Herausforderung, dass in Deutschland Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker (kurz: MINT) fehlen: Der MINT-Herbstreport 2017 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zählt fast 470.000 offene MINT-Stellen, 43 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor.

IT-Vorbild - Female

Weibliche Role Models in IT-Unternehmen können junge Frauen und Jugendliche für eine Karriere im MINT-Bereich begeistern

Kreativität ist der Schlüssel

Das Problem wird sich in den kommenden Jahren verschärfen, denn nicht nur in Technologiekonzernen, sondern in praktisch allen Branchen brauchen Unternehmen immer mehr Fachkräfte mit digitalen Qualifikationen. Diese gewaltige Lücke lässt sich nur schließen, wenn es uns gelingt mehr Mädchen für Naturwissenschaften zu begeistern.

Derzeit können sich laut Pisa-Studie nur 13% der deutschen Mädchen vorstellen, später im Bereich Naturwissenschaften zu arbeiten. Entsprechend erwarben 2016 an deutschen Hochschulen nur rund 31.700 Frauen einen Erstabschluss in einem MINT-Fach, der Frauenanteil unter den MINT-Absolventen lag bei 29,7% – und damit sogar noch etwas niedriger als 2005. Deutschland liegt damit im OECD Vergleich nur im hinteren Mittelfeld.

Microsoft hat Mädchen zum Thema MINT befragt und herausgefunden, dass jedes vierte Mädchen glaubt, in MINT-Fächern niemals so gut sein zu können wie ein Junge. An dieser Stelle sind Lehrer und Eltern explizit gefordert, Mädchen mehr Mut zu machen.

Unsere Studie hat auch belegt, dass sich das Interesse von Mädchen an MINT-Fächern dadurch steigern lässt, wenn es gelingt einen positiven Sinn zu vermitteln.

Derzeit können sich laut Pisa-Studie nur 13% der deutschen Mädchen vorstellen, später im Bereich Naturwissenschaften zu arbeiten.

Es gilt deshalb, möglichst anschaulich zu zeigen, wie sich durch Forschung und Technik wichtige Probleme lösen lassen – etwa in der Krebsforschung oder beim Klimawandel. Hier kann die Wirtschaft einen wichtigen Beitrag leisten. Indem sie transparent macht, woran sie forscht und wie sie sich die Zukunft vorstellt. Indem sie Karrieremöglichkeiten aufzeigt und mit gängigen Vorurteilen über eine männerdominierte Arbeitswelt aufräumt. Und indem sie selbst kreativ wird um zu beweisen, wieviel Kreativität in Technik stecken kann. Daran arbeiten wir schon seit Jahren mit Bildungsinitiativen wie „Code your life“ oder dem Girls Day, um Mädchen und Jungen spielerisch an das Programmieren heranzuführen. Denn unsere Studie zeigt auch, dass gerade Kreativität der Schlüssel für mehr Mädchen in MINT-Berufen sein kann.

Fortschritt und Sicherheit für Wirtschaft und Verbraucher

Vertrauen

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Digitale Genfer Konvention

Beinahe täglich hören und lesen wir von Cyberangriffen. Fast immer treffen diese Attacken zunächst zivile Institutionen als „first responder“. Angriffswellen wie WannaCrypt oder NotPetya haben gezeigt, wie verletzlich Privatpersonen, Unternehmen und andere zivile Organisationen im Cyberspace sind. Diese Attacken verletzen nicht „nur“ die Privatsphäre, sondern erschüttern die angegriffenen Organisationen und dadurch oft auch das öffentliche Leben in seiner Funktionsfähigkeit.

Wer konkret für einen Angriff verantwortlich ist, stellt sich den Behörden oft undurchsichtig dar. Klar ist aber, dass es keinesfalls nur kriminelle Organisationen, sondern ebenso staatliche Akteure sind, die in solche Cyberattacken involviert sind. Längst ist der Cyberspace zum operativen Aktionsgebiet von Staaten geworden, sei es für Zwecke der Industriespionage, Sabotageakte unterhalb der Schwelle kriegerischer Auseinandersetzungen oder zur Beeinflussung demokratischer Prozesse. Microsoft Präsident Brad Smith hat deshalb bereits 2017 eine Digitale Genfer Konvention vorgeschlagen, um Zivilisten vor staatlich gesteuerten Cyberattacken zu schützen. Vergleichbar mit dem Schutz durch die Genfer Konvention in Kriegszeiten, braucht es heute eine Digitale Genfer Konvention, mit der sich Staaten verpflichten, Zivilsten vor staatlichen Cyberangriffen in Friedenszeiten zu verschonen.

Ähnlich wie das Rote Kreuz im Rahmen der vierten Genfer Konvention käme im digitalen Raum den großen Technologiekonzernen eine besondere Rolle zu, an der Einhaltung von Regeln im Netz mitzuwirken und Verstöße gegen die Bevölkerung (egal welches Landes) zu unterbinden. Bei Cyberattacken treten die Tech-Unternehmen bereits heute im Netz als Ersthelfer auf, um Schäden so gering wie möglich zu halten, ähnlich wie das Rote Kreuz.

Einen ersten, aber wichtigen Schritt in diese Richtung haben 34 große und weltweit agierende IT-Unternehmen im April 2018 unternommen und den Tech Accord ins Leben gerufen. Die teilnehmenden Unternehmen verpflichten sich hierbei, alle Nutzer weltweit unabhängig von ihrer Herkunft gegen Angriffe zu schützen. Außerdem soll die Zusammenarbeit untereinander sowie zu anderen Industrien und Sicherheitsexperten ausgebaut werden, um gemeinsam den bestmöglichen Schutz für ein sicheres Netz zu erreichen. Mittlerweile ist die Anzahl der teilnehmenden Technologieunternehmen auf 61 Konzerne gestiegen.

Wie verschiedene Experten aus Politik und Gesellschaft den Vorschlag für eine Digitale Genfer Konvention sehen, haben Sie in dieser Gastbeitragsserie für Microsoft Berlin dargestellt.

Digitale Mündigkeit

Microsoft ist Gründungsmitglied der ersten Stunde von „Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN)“, einem auf dem ersten Nationalen IT-Gipfel 2006 gegründeten Verein, der als gemeinnütziges Bündnis Verbraucher und kleinere Unternehmen im sicheren und souveränen Umgang mit der digitalen Welt unterstützt. Mit dem DsiN-Sicherheitsbarometer, das Microsoft ebenfalls unterstützt, können sich Verbraucher über für sie relevante IT-Sicherheitsvorfälle informieren und erhalten erste Tipps.

Die Microsoft Deutschland Initiative IT Fitness bietet Microsoft Nutzern jeder Altersgruppe Unterstützung an, um fit im Umgang mit PC, Tablets und Smartphones zu werden und sich souverän und sicher durchs Netz zu bewegen. Über digitale Lernmodule können die Nutzer ihr Wissen zu z.B. Back-ups, WLAN-Verschlüsselung, Phishing, Cookies oder Identitätsdiebstahl erweitern.

Mit dem IT-Fitnesstest können Internetnutzer auf einfache und spielerische Weise testen, wie sicher und souverän sie sich im Netz bewegen.

Der Hintergrund: In unserer zunehmend vernetzten Welt lassen sich Informations- und Kommunikationstechnologien aus Beruf und Alltag nicht mehr wegdenken. Digitale Technologien vereinfachen und bereichern einerseits unser Leben, stellen uns andererseits aber vor immer neue Herausforderungen, vor allem auch aufgrund der Schnelligkeit des digitalen Wandels.

Wir von Microsoft setzen uns daher aktiv dafür ein, dass alle Nutzer einen sicheren und souveränen Umgang in der digitalen Welt erlernen können.

Digital Crimes Unit

Bekämpfung von Cyberkriminalität

Unter microsoft.com/reportascam wurde eine eigene Seite eingerichtet, auf der jeder Betroffene seinen Fall über ein Kontaktformular übermitteln kann, um den Ermittlern die Arbeit zu erleichtern.

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Bekämpfung von Cyberkriminalität

4 Fragen an Joachim Rosenoegger von der Digital Crime Unit von Microsoft






Künstliche Intelligenz und Digitalen Wandel gemeinsam gestalten

Herausforderungen

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AI-book von Brad Smith

Microsoft-Präsident und Chefjustiziar in seinem aktuellen Buch Future Computed - mehr Informationen sowie der Download des Buches stehen hier zur Verfügung.

Prinzipien, denen Künstliche Intelligenz folgen sollte

Künstliche Intelligenz spielt bei Entscheidungsprozessen in Bereichen wie Bildung, Gesundheitswesen, Verkehr, Landwirtschaft, Energie und Industrie eine immer wichtigere Rolle.

Das wirft neue gesellschaftliche Fragen auf: Wie können wir gewährleisten, dass KI alle gerecht behandelt und sicher und zuverlässig arbeitet? Wie können wir die Vorteile von KI nutzen, ohne den Schutz der Privatsphäre aufzugeben? Wie verhindern wir, dass wir die Kontrolle über unsere immer intelligenteren und leistungsfähigeren Maschinen verlieren?

Damit Menschen KI-Systemen vertrauen können, müssen Entscheider aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Wissenschaft gemeinsam mit Vertretern gemeinnütziger Organisationen Antworten auf diese Fragen entwickeln.

Microsoft schlägt sechs Grundsätze vor, die als Richtschnur für die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz dienen sollten.

Prinzipien, denen Künstliche Intelligenz folgen sollte

Prinzipien, denen Künstliche Intelligenz folgen sollte

Die sechs Gestaltungsprinzipien für KI

1. Diskriminierungsfreiheit: KI muss alle Menschen fair behandeln

KI-Systeme sollten jeden diskriminierungsfrei und fair behandeln. Wenn beispielsweise KI als Orientierungshilfe für die medizinische Behandlung, die Gewährung von Darlehen oder die Vergabe von Jobs eingesetzt wird, müssen die gleichen Empfehlungen für alle Personen gelten, die gleiche Symptome, finanzielle Verhältnisse oder berufliche Qualifikationen aufweisen. KI-Entwickler müssen dafür sensibilisiert werden, wie (menschliche) Vorurteile in KI Eingang finden. Und sie sollten selbst die Vielfalt der Welt widerspiegeln, in der wir leben.

2. Zuverlässigkeit: KI muss zuverlässig und sicher sein

KI-basierte Systeme müssen zuverlässig, sicher und kontinuierlich betrieben werden können, und das nicht nur unter Normalbedingungen, sondern auch unter unerwarteten Umständen oder wenn sie angegriffen werden. Strenge Tests während der Entwicklung und Implementierung sind entscheidend. Menschen sollten immer eine ausschlaggebende Rolle bei der Entscheidungsfindung darüber spielen, wie und wann KI-Systeme eingesetzt werden.

3. Schutz der Privatsphäre – KI-Systeme müssen Datenschutz und -sicherheit gewährleisten

Wie andere Cloudtechnologien, müssen auch KI-Systeme die geltenden Datenschutzgesetze einhalten. Diese fordern Transparenz bei Erfassung, Verarbeitung und Speicherung von Daten und sehen geeignete Kontrollmechanismen für Verbraucher vor, damit diese selbst entscheiden können, wie ihre Daten verwendet werden. KI Systeme dürfen personenbezogene Daten nur in Übereinstimmung mit geltenden Datenschutzstandards verwenden und müssen Daten sicher vor Diebstahl schützen.

4. Barrierefreiheit – KI-Systeme müssen alle Menschen befähigen und einbeziehen

Damit KI allen Menschen zugutekommt, müssen sie auch die unterschiedlichsten menschlichen Bedürfnisse und Erfahrungen einbeziehen. KI-Systeme sollten grundsätzlich so konzipiert werden, dass sie den Kontext, die Bedürfnisse und die Erwartungen der Menschen verstehen, die sie nutzen. Auf Barrierefreiheit und Inklusion ausgerichtete Designprinzipien helfen Entwicklern, potenzielle Barrieren zu erkennen.

5. Transparenz

KI wird das Leben von Menschen zunehmend beeinflussen. Wir müssen kontextuelle Informationen darüber bereitstellen, wie KI-Systeme funktionieren, damit Menschen KI-Entscheidungen nachvollziehen und mögliche Fehlentscheidungen und Vorurteile leichter erkennen können.

6. Verantwortlichkeit

Wie bei anderen Technologien sind auch bei KI-Systemen die Menschen, die sie entwickeln und einsetzen, für deren Arbeitsweise verantwortlich. Bei der Schaffung von Verantwortlichkeitsnormen für KI sollten wir uns auf Know-how und bewährte Verfahren aus anderen Bereichen, wie etwa Gesundheitswesen und Datenschutz, stützen.

Mehr zu den Gestaltungsprinzipien sowie entsprechenden Handlungsfeldern hier.

Ethische Grundsätze für KI – 3 Fragen an Tanja Böhm





Digitale Teilhabe gestalten

Moderne Technologien haben das Potenzial, alle Menschen besser am beruflichen wie gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Dies betrifft insbesondere auch Menschen mit Behinderung und damit rund eine Milliarde Menschen weltweit.

Microsoft verfolgt die Vision, Technologie so zu entwickeln, dass sie von allen Menschen, unabhängig von ihren besonderen Bedürfnissen, bedient werden kann und bessere Teilhabe ermöglicht. Das betrifft sowohl die klassischen Microsoft Produkte, wie Windows oder Office, in denen mittlerweile an etlichen Stellen kleine und große Features zur Barrierefreiheit stecken. Aber tagtäglich wird auch an neuen Innovationen geforscht, mit denen völlig neue Möglichkeiten der Teilhabe entstehen – einen Eindruck davon bietet dieses Video.

Hervorzuheben ist dabei die App Seeing AI, eine von Microsoft-Entwickler Saqib Shaikh entwickelte Anwendung für Menschen mit Sehbehinderungen. Der Nutzer kann Bilder oder Live-Videos seiner Smartphone-Kamera von der App in Audioform beschreiben lassen. Ein anderes Highlight ist die Emma Watch, die das bei Parkinson-Patienten typische Zittern durch intelligentes Gegensteuern ausgleicht.

Von den Chancen durch Technologie und dem beeindruckenden Engagement der Entwickler berichtet auch das Buch The Ability Hacks von Greg Shaw, das in diesem Jahr erschienen ist. Das Buch nimmt den Leser unter anderem mit in die Geschichte zweier Hackathons für digitale Teilhabe. Im Nachwort des Buches gibt Jenny-Lay-Flurrie, Chief Accessibility Officer bei Microsoft und selbst gehörlos, Tipps, wie sich die digitale Welt inklusiver gestalten lässt. The Ability Hacks kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Von den beeindruckenden Leistungen von Menschen mit Behinderung – mit und ohne die Unterstützung moderner Technologie – lassen wir uns übrigens bei den Special Olympics immer wieder überzeugen. Seit Oktober 2014 ist Microsoft weltweiter Technologie-Partner der Special Olympics. Die strategische und mehrjährige Partnerschaft umfasst Kooperationen in über 30 Ländern (darunter auch Deutschland) sowie die ehrenamtliche, finanzielle und technologische Unterstützung bei den World Games.

Mehr Informationen, wie Microsoft die digitale Welt barrierefrei für alle gestaltet, finden sich unter https://www.microsoft.com/en-us/accessibility.

Was ist „AI for Earth“?

Die Microsoft-Initiative AI for Earth öffnet Menschen, die an der Lösung weltweiter Umweltprobleme arbeiten, den Zugang zu Microsofts cloudbasierten Tools für Künstliche Intelligenz.

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AI for Earth

AI for Earth

Die Microsoft-Initiative AI for Earth öffnet Menschen, die an der Lösung weltweiter Umweltprobleme arbeiten, den Zugang zu Microsofts cloudbasierten Tools für Künstliche Intelligenz. Zudem arbeitet die Initiative daran, über finanzielle Unterstützung Angebote für Aus- und Weiterbildung, sowie Investitionen in innovative Lösungen, die Nachhaltigkeit von Umweltprojekten zu fördern.

Zu den ersten in Deutschland geförderten Projekten zählt SynErgie des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT), bei dem es darum geht, nachhaltig erzeugte Energie für energieintensive Industrieprozesse nutzbar zu machen.

Mehr Infos zu AI for Earth unter www.microsoft.com/en-us/aiforearth/.

Projekt „SynErgie“ Infografik

Wie hilft Microsoft-Technologie dem Projekt SynErgie?

Um den Energiebedarf für energieintensive Industrieprozesse ermitteln zu können, benötigt das Fraunhofer-Projekt SynErgie komplexe Simulationen mit enormer Rechenkapazität. Microsoft bietet mit seiner Cloud-Umgebung Azure diese Flexibilität und Skalierbarkeit. Die Nutzung von Cloud-Kapazitäten senkt zudem die Abhängigkeit von eigener Hardware und entlastet damit die Projektbudgets.

Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) plant daher für die Zukunft neben den Platform-as-a-Service (PaaS)-Angeboten von Azure auch die Nutzung von Software-as-a-Service (SaaS)-Diensten aus der Microsoft-Cloud, darunter zum Beispiel Azure Machine Learning Studio für das Training von Algorithmen für Künstliche Intelligenz. Damit möchte das Institut unter anderem Prototypen für prädiktive Modelle und Web-Services entwickeln.

Projekt „SynErgie“

Synchronisierte und energieadaptive Produktionstechnik zur flexiblen Ausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung

Ziel des durch das im Rahmen der Kopernikus-Initiative vom BMBF geförderten Projektes „SynErgie“ ist es, den Energiebedarf der deutschen Industrie effektiv mit dem volatilen Energieangebot durch erneuerbare Energien zu synchronisieren.

Hierzu sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre alle relevanten technischen und marktseitigen Voraussetzungen in Einklang mit rechtlichen und sozialen Aspekten gebracht werden. Der Fokus des Projektes liegt hierbei vor allem auf der Identifizierung industrieller Schlüsselprozesse.

Diese können an den Energiebedarf unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte so angepasst werden, dass sie zum Ausgleich der fluktuierenden Energieversorgung genutzt werden können. Zukünftig sollen für diese industriellen Schlüsselprozesse effiziente Verfahren und Technologien entwickelt und anhand von Demonstrationsanlagen erprobt werden. Zu diesem Zweck erfolgt eine Übertragung der Strukturen der Informations- und Kommunikationstechnologie auf das Stromnetz, um den Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage besser steuern zu können. Im Fokus steht hierbei vor allem die Vernetzung der verschiedenen Akteure, wie beispielsweise Stromerzeuger, Strommärkte und Stromverbraucher. Ebenso kann mithilfe von integrierten Informationssystemen die automatisierte Anpassung des Stromverbrauchs ermöglicht werden. Die Vision stellt somit eine kontinuierliche Regelung der Energienachfrage „von der Photovoltaikanlage bis hin zum Produktionsprozess“ dar.

Eine Besonderheit des Konsortiums „SynErgie“ ist das Teilprojekt „Energieflexible Modellregion Augsburg“. Für dieses Teilprojekt haben sich 21 Einrichtungen von der Stadt Augsburg über die IHK Schwaben bis hin zu Vertretern der Zivilgesellschaft wie dem Bund Naturschutz in Bayern e. V. zusammengeschlossen. Absicht dieses Zusammenschlusses ist es das Verhalten und die Reaktion von energieflexiblen Großverbrauchern auf die Region Augsburg, unter Berücksichtigung kommunaler Gegebenheiten, Chancen, Risiken und Auswirkungen flexibler Industrieprozesse, in einem regionalen Stromsystem sowohl zu untersuchen als auch im Nachhinein zu analysieren und zu bewerten. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Auswirkungen auf die Technosphäre, die Unternehmen unterschiedlicher Größe umfasst, die Ökosphäre, deren Inhalt die Umwelt und der Beitrag zur Energiewende ist, sowie die Soziosphäre, welche die Aspekte der Gesellschaft und Politik einbezieht. Das Vorhaben der Modellregion Augsburg soll auch auf andere Regionen übertragen werden, um weitere Erfolgsfaktoren für die Energieflexibilität ableiten zu können. Im Rahmen des Projektes „SynErgie“ nimmt somit der Standort Augsburg eine Vorreiterrolle in Bezug auf die Energiewende ein.

In diesem Kontext hat die Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT) mit Herrn Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl und Herrn Prof. Dr. Gilbert Fridgen die Leitung des Unterkonsortiums Markt- und Stromsystem inne. Diese umfasst sowohl die Gestaltung als auch die Bewertung innovativer Produkte im Markt- und Stromsystem, welche in Zukunft automatisiert gehandelt werden sollen. Dabei gilt es auch, die Bereitstellung industrieller Nachfrageflexibilität ökonomisch zu bewerten und Vergütungsmechanismen für Industrieunternehmen zu entwickeln. Daneben spielt die Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT auch im Unterkonsortium Informations- und Kommunikationstechnologie eine zentrale Rolle. Neben der Projektgruppe ist hier auch der Forschungsbereich Usability und User Experience Design des Fraunhofer FIT beteiligt. Dieses Unterkonsortium gestaltet hauptsächlich die informationstechnische Anbindung von Industrieunternehmen an die verschiedenen Akteure des Strommarkts.

Um die generierten Mechanismen auf ihre Praxistauglichkeit evaluieren zu können, werden kontinuierlich komplexe Simulationen benötigt, die wiederum viel Rechenkapazität erfordern. Microsoft Azure ermöglicht es hierbei, benötigte Ressourcen adaptiv anzupassen. Zudem kann die Abhängigkeit eigener Hardware gesenkt werden, um das Projektbudget zu entlasten. In Zukunft sollen deshalb neben PaaS-Diensten auch SaaS-Anwendungen, wie z. B. das Azure Machine Learning Studio, zur einfachen und unkomplizierten Entwicklung von Prototypen prädiktiver Modelle und Web-Services, eingesetzt werden.

Weitere Informationen über das Projekt finden Sie unter: https://www.kopernikus-projekte.de/projekte/industrieprozesse

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