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Nachlese

Digital Culture – Das war die 5. EXPLAINED!

Vom 20.04.2018

Egal, ob es um neue Formen der Zusammenarbeit, das Erfinden digitaler Geschäftsmodelle oder um die Akzeptanz Künstlicher Intelligenz geht - Das Gelingen der digitalen Transformation ist auch eine Frage der Kultur!

Auf unserer 5. Digitalkonferenz EXPLAINED hat sich daher alles um „Digital Culture“ gedreht: Gemeinsam mit Branchenexperten und Wissenschaftlern diskutierten wir, was den notwendigen Wandel zu digitalen Transformation befeuert und was ihn bremst.

Einleitend zur 5. EXPLAINED sagte Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland: „Digitalisierung in Deutschland scheitert nicht am Willen der Mitarbeiter. Sie scheitert derzeit an dem rein technologischen Fokus des Managements und an der fehlende Strategie - auch in Bezug auf die Unternehmenskultur.“Neuste Ergebnisse aus unserer Studie haben dies bestätigt und gezeigt, dass sich nur 11 Prozent der Mitarbeiter in den Prozess der digitalen Transformation miteinbezogen fühlen. Dabei müsste klar sein, dass eine digitale Unternehmenskultur nicht von oben verordnet werden kann. „Bei der digitalen Transformation müssen wir die Mitarbeiter mitnehmen. Das vergessen wir im unternehmerischen Alltag gerne“, so Sabine Bendiek.

Unter dem Motto #digitalfueralle diskutierten wir mit 11 hochkarätige Speakern zur Transformation der Arbeits- und Innovationskultur, Neugestaltung des Bildungssystems und über Chancen, aber auch Herausforderungen Künstlicher Intelligenz in der Berufswelt.

Industrie transformieren

Dass die digitale Transformation nicht nur Aufgabe der IT-Abteilungen ist, bekräftigte auch Andreas Schierenbeck, CEO von thyssenkrupp Elevator: „Dabei geht es um einen Kultur-Veränderungsprozess, der von der Führungsebene kommen muss.” In seinem Vortrag zeigte er uns, wie thyssenkrupp Elevator moderne Cloud-Technologien, wie das Wartungssystem „MAX“, nutzt um Probleme in Fahrstühlen früh zu erkennen und zu lösen. Inzwischen sind rund 41.000 Kunden weltweit mit „MAX” verbunden. Damit hat das Unternehmen die Ausfallsicherheit um rund 50 Prozent erhöhen können, so Schierenbeck. In unserem Kurz-Interview auf Facebook erfahrt ihr mehr dazu.

Impulse für Veränderungen geben

Wie schaffen wir eine Kultur, die offen für Innovationen ist? Tijen Onaran, Gründerin von Global Digital Women, machte uns deutlich, wie Digitalisierung und Diversität zusammenhängen und wie Unternehmen von diversen Teams profitieren können. Denn die „Vernetzung nach innen und außen bringt die entscheidenden Impulse für Veränderung.“ Aber Diversität kann auch anstrengend sein räumt Tijen Onaran ein: „Es gibt Meinungen und Ansichten, die wir nicht verstehen. Aber wir können lernen, sie zu akzeptieren.“

Aber häufig stehen Menschen Veränderungen ab einem gewissen Alter skeptisch gegenüber. Dies verdeutlichte auch Dirk von Gehlen, Autor und Journalist der Süddeutsche Zeitung, auf sehr humorvolle Art mit dem „Pragmatismusprinzip“: Wenn wir glauben, die Welt verstanden zu haben, hören wir auf, etwas zu bewegen. Dabei sollten wir „erst verstehen und dann bewerten.“ Denn „Sachen nicht zu verstehen, ist die Voraussetzungen überhaupt nach Lösungen zu suchen“, so Dirk von Gehlen.

Das Lernen und die Freude an Veränderungen und Herausforderung machen uns Menschen besonders und sollten wir in Unternehmen kultivieren!

Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland

Bildung neu denken

Wie wichtig die Transformation einer Wissenskultur hin zu einer Kompetenzkultur ist, erklärte uns Prof. Ulrich Weinberg, Director der HPI School of Design Thinking. Wir können neue kollaborative Arbeits- und Lernkultur fördern, indem wir uns von linearem Denken, der der Fokussierung auf einzelne Disziplinen und starren Räumen lösen. Stattdessen sollten wir auf kleine Teams und variable Räume setzten. Auch Thomas Bachem, Managing Director und Gründer der CODE University of Applied Science, machte uns mit seinem Vortrag „Rethinking Tech Education“ deutlich, dass in Deutschland im Bereich digitale Bildung noch einiges getan werden muss. Denn vor allem in Fächern wie Informatik macht Frontalunterricht wenig Sinn. Stattdessen sollten die Studenten mehr Zugang zu Projekten erhalten und verschiedene Bereiche ausprobieren dürfen. Hier gelangt ihr zu unserem Kurz-Interview mit Thomas Bachem.

Ein großes Dankeschön gilt auch Prof. Dr. Dr. Ayad Al-Ani, Organisationsforscher der Universität Basel, Leila Oppermann, von ignore gravity & Ada - Accelerate Female Entrepreneurship, Prof. Dr. Petra Grimm, Leiterin des Instituts für Digitale Ethik, Yasemin Ege Tulay, Vice President Marketing von Coya AG, Dr. Johannes Wechsler, CIO von ProSiebenSat.1 Media SE und Philippe Lorenz, Projektmanager der Stiftung Neue Verantwortung, für ihre spannenden Vorträge!

#digitalfueralle

Die Veranstaltung traf wie immer auf sehr große Resonanz, was uns beweist, dass wir mit den Themen richtigliegen und ein großes Interesse an der Digitalen Transformation besteht. Die Veranstaltungsreihe EXPLAINED von Microsoft Berlin steht im Kontext der Initiative Digitalisierung für alle. Microsoft setzt sich im Rahmen der Initiative dafür ein, dass alle Menschen vom Fortschritt und den Chancen profitieren, die die digitale Gesellschaft bietet.

Informationen zum Autor

Christoph Seitz

Corporate Affairs Manager | Leitung Programm und Betrieb Microsoft Berlin

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