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Künstliche Intelligenz: Der Mensch im Mittelpunkt

Vom 15.03.2018

Das Thema „Künstliche Intelligenz“ ist eines der zentralen Zukunftsthemen. Deutschland befindet sich über alle Schlüsselindustrien hinweg im internationalen Wettbewerb mit Staaten wie den USA und China. Um die Potenziale für Deutschland nachhaltig ausschöpfen zu können, müssen frühzeitig die richtigen Weichen gestellt werden. Wir brauchen eine breite und intensive Debatte, an der sich Politik, Gesellschaft und Wirtschaft gleichermaßen beteiligen können.

Vor diesem Hintergrund habe ich mich darüber gefreut, dass das Wirtschaftsforum der SPD mich eingeladen hatte, am vergangenen Montag an einer Veranstaltung unter dem Titel „Algorithmen TÜV“ mitzuwirken.

Zunächst – und diese Randnotiz sei mir erlaubt – erscheint mir der Begriff  Begriff „Algorithmen-TÜV“ in diesem Zusammenhang wenig zielführend. Er impliziert vor allem eine ex-post Kontrolle. Es sollte aber vielmehr darum gehen, ethische Vorgaben bereits bei der Programmierung von intelligenten Systemen einfließen zu lassen. Microsoft hat in diesem Zusammenhang sechs notwendige Prinzipien definiert, die bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz berücksichtigt werden sollten:

•       Diskriminierungsfreiheit

•       Zuverlässlichkeit

•       Datenschutz und -sicherheit

•       Barrierefreiheit

•       Transparenz

•       Verantwortlichkeit

Diese Prinzipien legt Microsoft in dem Buch The Future Computed näher dar, welches Microsoft-Präsident Brad Smith im Januar bei Microsoft Berlin vorgestellt hat.

Die digitale Transformation schreitet in einer Geschwindigkeit voran, die der industriellen Revolution gleichkommt. Wir haben keine Kristallkugel und können schwer vorhersagen, wie sich durch Digitalisierung die Welt in den nächsten Jahrzehnten tatsächlich verändern wird. Aber wir haben viele Indizien. Was wir schon heute mit Sicherheit sagen können: Die Potenziale von Künstlicher Intelligenz sind enorm.

Künstliche Intelligenz hat ein enormes Potenzial für zahlreiche Lebens- und Arbeitsverhältnisse, sei es in der Gesundheitsversorgung, der Landwirtschaft, beim Umweltschutz, Barrierefreiheit und nicht zuletzt in der klassischen Industrie. Algorithmen können helfen, kreative, strategische und effizientere Entscheidungen zu treffen.

Tanja Böhm, Leiterin Microsoft Berlin

Schon heute entscheiden Algorithmen über die Kreditwürdigkeit von Kunden oder lassen Autos automatisiert fahren, wie IT-Zoom, Focus Online, BZ und andere Medien im Nachgang der Veranstaltung titelten. Angesichts dieser Bandbreite und gleichzeitig fortschreitenden Entwicklung begegnen wir jedoch auch immer wieder Ängsten in der Bevölkerung, wenn es um die Entstehung intelligenter Systeme geht. Der Themenkomplex Digitalisierung und vor allem der Begriff der Künstlichen Intelligenz haben in unterschiedlichen Facetten in den Koalitionsvertrag Eingang gefunden. Das ist gut so. Mit dem angekündigten Masterplan AI, der verstärkten deutsch-französischen Kooperation oder der Daten-Ethikkommission werden hier die richtigen Weichen gestellt. Entscheidend ist, dass die neue Bundesregierung nun entschlossen und zügig handelt. Dabei darf es nicht in erster Linie um Regulierung gehen – diese muss mit Augenmaß betrieben werden und eine angemessene Balance zwischen Sicherheit und Innovation im Blick haben – sondern um Forschungsförderung, Wissenstransfers, Abbau von Ressentiments und Befähigung von Bevölkerung und Wirtschaft zur Teilhabe an der digitalen Transformation. Nicht zuletzt: bei allen Chancen, die sich bieten - der Mensch muss im Mittelpunkt bleiben.

Informationen zur Autorin

Tanja Böhm

Managing Director Corporate Affairs | Leiterin Microsoft Berlin

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