#Accessibility
#Gesellschaftliche Verantwortung
Nachlese

Microsoft Tech-Dialog zur digitalen Teilhabe in der vierten Runde

Vom 16.02.2018

Inklusion ist ein entscheidender Lebensaspekt für Menschen mit Behinderung, bei dem die Entwicklung digitaler Hilfsmittel große Chancen bietet. Die politische Relevanz dieses Themas zeigt sich auf europäischer Ebene am Beispiel der Verhandlungen um den European Accessibility Act. Wir bei Microsoft legen bereits seit Jahren im Rahmen unserer Produktentwicklung großen Wert auf Barrierefreiheit und setzen uns für die Allgemeingültigkeit entsprechender internationaler Standards ein.

Daher kooperiert Microsoft Deutschland mit der gemeinnützigen Bildungseinrichtung Kopf, Hand + Fuss, deren Anliegen es ist Inklusion durch den Einsatz neuer Medien zu fördern. Mit der gemeinsamen Vortragsreihe „Tech-Dialoge“ informieren wir über technische Möglichkeiten, die zur Teilhabe aller beitragen. Die Veranstaltung in Laut- und Gebärdensprache fand gestern Abend bereits zum vierten Mal in Folge im deutschlandweit ersten barrierefreien Coworking Space TUECHTIG statt.

In den vergangenen Tech-Dialogen haben wir über die Chancen von Künstlicher Intelligenz für mehr Teilhabe im Alltag und über barrierefreie Computernutzung durch Gestik- und Sprachsteuerung gesprochen. Im vierten Tech-Dialog erwarteten uns spannende Vorträge zum Thema innovative Interaktionskonzepte für Menschen mit Seheinschränkungen. Was das neueste Windows 10 Update mitbringt, um Menschen mit Sehbehinderung zu unterstützen, was andere Betriebssysteme bieten und wie ein Screenreader Websites interpretiert - diese und weitere Fragen werden von den Referenten Florian Thurnwald und Franziska Sgoff beantwortet. Franziska hat 2017 ein Praktikum bei Microsoft absolviert, bei dem sie, mit Hilfe ihrer eigenen Erfahrungen als blinde Person, an der Weiterentwicklung von Technologien für Menschen mit Seheinschränkungen mitgewirkt hat.

 „Digitale Inklusion bietet eine große Chance!“  

Mitte 2010 gründete die damalige Microsoft-Managerin Stefanie Trzecinski die gemeinnützige Einrichtung Kopf, Hand + Fuss (KHuF). „Wir entwickeln mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft interaktive Lernportale, innovative Softwareanwendungen und praktische Apps für Menschen mit Behinderung oder anderen Benachteiligungen“, so die engagierte Unternehmerin, die selbst als Tochter eines schwerhörigen Vaters für das Thema sensibilisiert wurde. Stefanie Trzecinski sieht die neuen Medien als große Chance um vor allem im Bereich Bildung zur Teilhabe aller beizutragen. So hat KHuF beispielsweise das Projekt Gebärdengrips ins Leben gerufen, eine Wissensplattform für gebärdensprachorientierte Kinder. Zukünftig will KHuF auch die inklusiven Möglichkeiten durch Virtual Reality und Mixed Reality erobern.

Wir müssen uns fragen: Gibt es noch mehr Einsatzszenarien? Digitale Inklusion bietet eine große Chance!

Stefanie Trzecinski, Geschäftsführerin KOPF, HAND + FUSS gGmbH

Mehr Teilhabe durch Technologie

#digitalfueralle 

Weltweit leben rund 1,2 Milliarden Menschen mit einer Behinderung, die sie tagtäglich vor unterschiedlichste Herausforderungen stellt. Dank moderner technologischer Entwicklungen, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz, entstehen neue Möglichkeiten und Potentiale für eine Verbesserung der gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Microsoft verfolgt die Vision, Technologien zu entwickeln, die allen Menschen die Möglichkeit gibt, mehr zu erreichen und so digitale Chancen für alle zu ermöglichen. Konkrete Beispiele für digitale Hilfsmittel, die bei verschiedenen Beeinträchtigungen im Alltag wie Sehbehinderungen, Gehörlosigkeit oder motorischen Krankheiten helfen, gibt es bereits. Auch intelligente Geräte wie die „Emma Watch“ zählen hierzu, welche das bei Parkinson-Patienten typische Zittern durch intelligentes Gegensteuern ausgleicht. Die App „Seeing AI“ etwa hilft im Falle einer Beeinträchtigung des Sehvermögens die Umgebung wahrzunehmen, indem sie diese mittels Fotos erfasst und in Audioform beschreibt. Für jedermann bereits verfügbar sind konkrete Hilfsanwendungen wie Live-Untertitelung in Präsentation mit der App Presentation Translater oder die Barrierefreiheitsprüfung in Office 365.

Informationen zur Autorin

Astrid Aupperle

Leiterin Gesellschaftliches Engagement

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